Der strukturierte OT-Security-Reifegrad-Check als geführter Wizard, in Anlehnung an die IEC-62443-Reihe: Schutzbedarf und Ziel-Security-Level bestimmen, 47 Prüfpunkte in 8 Domänen mit Reifegraden ML1-4 bewerten, Ist- vs. Ziel-SL je Foundational Requirement vergleichen und einen priorisierten Massnahmenplan mit Management-Bericht erzeugen. Für Produktionsbetriebe, Betreiber kritischer Infrastrukturen und KMU mit Automatisierung.
100 % lokale Verarbeitung im Browser (LocalStorage). Kein Server, keine Cloud, kein Account. Gerade bei OT-Schwachstellen entscheidend - auch wir sehen nichts.
Keine Cookies, keine Pixel, keine Drittanbieter-Scripts im Wizard. Streng nach DSG Art. 6 und Privacy-by-Design.
Struktur nach den 8 Security Program Elements der IEC 62443-2-1:2024, Ziel-SL-Logik nach 62443-3-2, Ist-SL je Foundational Requirement nach 62443-3-3, Reifegrade ML1-4 - alle Prüfpunkte eigenständig formuliert, jede Kennzahl mit Herleitung.
Das Tool liefert eine indikative Standortbestimmung. Für Konformitätsnachweise braucht es ein formales Assessment nach IEC 62443-2-1/-3-2 oder eine akkreditierte Prüfung (z. B. ISASecure) durch Fachpersonen - wir begleiten Sie gerne.
Erstellen und verwalten Sie Ihre OT-Reifegrad-Assessments in Anlehnung an die IEC-62443-Reihe
Dieses Werkzeug bildet die Normenreihe IEC 62443 auf eine Selbsteinschätzung ab: 47 Prüfpunkte in acht Domänen, verteilt auf sieben Schritte. Die Struktur folgt den Security Program Elements der IEC 62443-2-1:2024, dem Workflow für Zonen und Conduits der IEC 62443-3-2 und den Foundational Requirements der IEC 62443-3-3. Kein Normtext, keine Zertifizierung und keine Rechtsberatung.
Die IEC 62443-3-3 gliedert die Anforderungen in sieben Foundational Requirements: Identifikation und Authentisierung (FR1), Nutzungskontrolle (FR2), Systemintegrität (FR3), Vertraulichkeit der Daten (FR4), eingeschränkter Datenfluss (FR5), rechtzeitige Reaktion auf Ereignisse (FR6) und Verfügbarkeit der Ressourcen (FR7). Das Werkzeug ermittelt je Foundational Requirement den Abstand zwischen erreichtem und angestrebtem Security-Level. Die Norm unterscheidet SL-T als Ziel aus der Risikobeurteilung je Zone, SL-A als das im Betrieb tatsächlich erreichte Level und SL-C als das, was eine Komponente technisch könnte.
SL1 steht für eine zufällige oder beiläufige Verletzung, SL2 für einen absichtlichen Angriff mit einfachen Mitteln, geringen Ressourcen und generischen Kenntnissen, SL3 für einen gezielten Angriff mit ausgefeilten Mitteln, moderaten Ressourcen und IACS-Kenntnissen, SL4 für einen gezielten Angriff mit ausgefeilten Mitteln und umfangreichen Ressourcen. Das aus Selbstauskünften genäherte SL-A wird in diesem Werkzeug bei SL3 gekappt, weil SL4 eine formale Beurteilung nach IEC 62443-3-2 und -3-3 verlangt. Die acht Domänen reichen von Governance und Security-Programm über Asset-Inventar und Architektur, Netzsegmentierung und Zonen, Zugriffs- und Identitätskontrolle inklusive Fernwartung, Systemhärtung, Patch und Legacy, Monitoring und Detektion bis zu Incident Response, Wiederanlauf und Lieferanten.
Die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gilt ab dem 20. Januar 2027 und ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Cybersecurity wird damit zur CE-relevanten Grundanforderung: Anhang III Ziffer 1.1.9 verlangt Schutz gegen Korrumpierung, Ziffer 1.2.1 verlangt Steuerungen, die böswilligen Beeinflussungsversuchen standhalten. Betroffen sind Hersteller und, bei wesentlicher Veränderung, auch Betreiber; die Schweiz übernimmt die Vorgaben über die Revision der Maschinenverordnung im Rahmen des Abkommens über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen. Dazu kommen NIS2 für Lieferbeziehungen in die EU sowie, seit der Revision der Stromversorgungsverordnung per 1. Juli 2024, der für Netzbetreiber, Erzeuger und Speicherbetreiber verbindliche IKT-Minimalstandard.
Hinweis zur Methode: Zonen und Conduits sind das zentrale Architekturprinzip der IEC 62443-3-2. Anlagen mit vergleichbarem Schutzbedarf werden zu Zonen gruppiert, und jeder Übergang zwischen zwei Zonen ist ein Conduit mit kontrollierten, minimalen Regeln. Die Prüfpunkte dieses Werkzeugs sind eigenständig formuliert und orientieren sich an der Norm; sie ersetzen weder den Normtext noch eine Zertifizierung nach IEC 62443-4-1 oder IEC 62443-4-2.